Dienstag, 2. Juni 2015

Ticonderoga

Memorial Day Weekend we made a trip to wonderful Lake George in upstate New York.
On our second day we made a visit to Ticonderoga (land between the lakes) situated at the foot of the Adirondacks between Lakes George and Champlain.
 
Am Memorial Day Wochenende waren wir am wunderschönen Lake George im Norden des Bundesstaates New York.
Am zweiten Tag haben wir Ticonderoga (Land zwischen den Seen) besucht. Es liegt am Fusse der Adirondack-Berge zwischen dem Champlain-See im Norden un dem George-See im Süden.
 
South End of Lake Champlain / Südende des Champlain-Sees

Here the French constructed Fort Carillon, a Vauban-style star fort, at the beginning of the French and Indian War (Seven Years' War in Europe) between 1755 and 1757 as part of the defences of their colony New France.
 
Die Franzosen haben hier zwischen 1755 und 1757 zu Beginn des Siebenjährigen Krieges Fort Carillon, ein Sternenfort im Vauban-Stil, als Teil der Verteidigungsanlagen ihrer Kolonie Neufrankreich gebaut.
 
 
The French miraculously defeated the first British attack on the fort in 1758 despite being heavily outnumbered. But the following year the situation in America had changed drastically so that the French had to abandon Fort Carillon without firing a shot. When retreating they blew it into pieces.
The Britsh occupied the place and immediately started reconstruction. It was used as a starting point for further offensives into New France until the end of the war.
After that now called Fort Ticonderoga became somewhat neglected and was used as a supply depot by the British Army with only a token garrison. At the beginning of the Revolutionary War in 1775 the Americans succeeded in a surprise night attack and captured the fort and it's garrison without a fight.
In the following winter General Henry Knox transported the much needed artillery pieces to Boston - a more than 400 mile long trip! This enabled the Americans to successfully end the siege of Boston, forcing the British to abandon the city.
In 1777 British General John Burgoyne started his invasion from Canada along Lake Champlain and Lake George and the Hudson River trying to split New England from the southern colonies. He succeeded in taking Fort Ticonderoga and other places, but was finally defeated at the battles of Saratoga in September and October 1777 - the turning point of the American Revolution.
 
Wie durch ein Wunder haben die Franzosen den ersten britischen Angriff  auf das Fort im Jahr 1758 trotz deutlicher zahlenmässiger Unterlegenheit zurückgeschlagen. Im folgenden Jahr aber hatte sich die Situation in Amerika grundlegend geändert, so dass Frankreich Fort Carillon - ohne  auch nur einen Schuss abzugeben - aufgeben musste. Während des Rückzuges haben sie es gesprengt.
Die Briten besetzten das Gelände und begannen sofort mit dem Wiederaufbau. Bis zum Ende des Krieges wurde es als Ausgangspunkt für weitere Offensiven gegen Neufrankreich genutzt.
Danach wurde die nun Fort Ticonderoga genannte Befestigung vernachlässigt und als Nachschubdepot mit nur noch kleiner Besatzung verwendet. Zu Beginn des Unabhängigkeitskrieges im Jahr 1775 haben die Amerikaner in einer nächtlichen Überraschungsaktion das Fort und seine Garnison kampflos einnehmen können.
Im folgenden Winter hat General Henry Knox die dringend benötigten Kanonen nach Boston transportiert - mehr als 600 Kilometer entfernt! Das hat den Amerikanern ermöglicht, die Belagerung Bostons erfolgreich zu beenden. Die britischen Truppen waren gezwungen, die Stadt aufzugeben.
1777 startete der britische General John Burgoyne seine Invasion von Kanada aus entlang der Seen Champlain und George und des Flusses Hudson mit dem Ziel, Neuengland und die südlichen Kolonien zu spalten. Zwar hat er Fort Ticonderoga und andere Stellungen einnehmen können, wurde aber schlussendlich in den Schlachten von Saratoga im September und Oktober 1777 geschlagen - dies war der Wendepunkt des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges.
 
Today Fort Carillon / FortTiconderoga is almost completely reconstructed due to a private initiative. Historically dressed guides (usually French regiments from the French and Indian War, but on Memorial Day Weekend Revolutionary War Americans of the 4th Pennsylvania Regiment) are giving tours of the place. You can watch shoemakers and tailors doing their crafts. Musket firing demonstrations are held. The museum shows artifacts from the 18th century.
It's definitely worth a visit!
 
Heute ist Fort Carillon / Fort Ticonderoga dank einer privaten Initiative nahezu komplett wiederaufgebaut. Führer in historischen Uniformen (normalerweise französische Regimenter des Siebenjährigen Krieges, aber am Memorial Day Wochenende das 4. Pennsylvania Regiment aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg) zeigen und erklären das Fort. Man kann Schuhmachern und Schneiderinnen bei der Arbeit zusehen. Es gibt Vorführungen, bei denen Musketen abgefeuert werden. Das Museum zeigt Artefakte aus dem 18. Jahrhundert.
Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert!
 
 
 
 
 
 


 
 

 
 

Freitag, 1. Mai 2015

High Line and Lower East Side

The High Line is a public park on an abandoned railway line above the streets of Manhattan's West Side (Chelsea, Meat Packing District). Building started in 1929 to replace the old street-level railway to make freight transportation along the east side of the Hudson river safer. Railway traffic started dropping in the 1950's resulting in a partial demolition of the elevated railway. The last train was operated in 1980.
Local initiatives resulted in keeping the remaining structures intact and converting them into a public park - the High Line.
It now runs from 10th Avenue/30th Street south to Gansevoort Street:
 
Die High Line ist ein öffentlicher Park auf einer aufgegebenen Eisenbahnlinie oberhalb der Strassen von Manhattan's West Side (Chelsea, Meat Packing District). Mit dem Bau wurde 1929 begonnen, um die Eisenbahnlinie auf Strassenniveau entlang der Ostseite des Hudson zu ersetzen und den Frachtverkehr sicherer zu machen. Das Verkehrsaufkommen war ab den 1950er Jahren rückläufig und Teile der Hochbahn wurden abgerissen. Der letzte Zug fuhr 1980.
Lokale Initiativen haben dafür gesorgt, dass die noch bestehenden Teile der Hochbahn erhalten blieben und zu einem öffentlichen Park umgewandelt wurden - der High Line.
Sie verläuft nun von der 10. Avenue/30. Street nach Süden bis zur Gansevoort Street:

Walking along the roughly 1.5 mile long park track is a nice change to the usually hectic ground-level streets. Especially in spring when trees, shrubs and flowers are in bloom.
 
Ein Spaziergang auf dem rund 1,5 Meilen (2,5 Kilometer) langen Weg ist eine schöne Abwechslung zu der sonst üblichen Hektik auf den Strassen. Besonders im Frühling, wenn Bäume, Büsche und Blumen blühen.





At the south end at Gansevoort Street cafés, restaurants and delis are inviting to have a break before heading towards busy Manhattan.
 
Am Südende an der Gansevoort Street laden Cafés, Restaurants und Delis zu einer Pause ein, bevor es weiter ins geschäftige Manhattan geht.


Snapshots of Downtown Manhattan:
 

 
 

Union Square:
 


At Lower East Side (now Alphabet City) a large German community called Little Germany or Kleindeutschland was located from the 1840's until the early1900's. Almost 50,000 German immigrants lived there at the beginning of the 20th century. But second and third generation Germans had already started relocating to Yorkville (Upper East Side), Brooklyn and other areas when in 1904 the Slocum disaster struck the community. During their yearly picnic organized by St. Mark's Evangelical Lutheran Church the chartered paddlewheeler General Slocum caught fire and sunk causing the death of 1,021 passengers, mostly members of the most established families. It was the death blow for Little Germany.
Unfortunately I could not find any remains of German heritage. Next time I will try Yorkville.
 
An der Lower East Side (heute Alphabet City) existierte von den 1840er Jahren bis in die frühen 1900er Jahre eine grosse deutsche Gemeinde: Little Germany oder Kleindeutschland. Fast 50.000 deutsche Immigranten lebten hier zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die folgenden Generationen der Deutschen hatten bereits angefangen, sich in Yorkville (Upper East Side), Brooklyn oder anderswo anzusiedeln, als 1904 das Slocum Unglück die Gemeinde traf. Während des jährlichen Picknicks, veranstaltet von der St. Markus Evangelisch-Lutheranischen Kirche, fing der gemietete Schaufelraddampfer General Slocum Feuer und sank. Dabei starben 1.021 Passagiere, die meisten Angehörige der angesehensten Familien. Das war der Todesstoss für Kleindeutschland.
Leider konnte ich keine Spuren der deutschen Vergangenheit finden. Das nächste Mal werde ich es in Yorkville probieren.

Alphabet City:
 
 

 


Donnerstag, 30. April 2015

Katz's Delicatessen

Auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Schwiegervaters habe ich Katz's Delicatessen in der Lower East Side besucht (205 East Houston Street / Ecke Ludlow Street), um das "weltberühmte" Pastrami-Sandwich zu probieren. In Anführungszeichen deshalb, da der Amerikaner an sich seine Waren oder Dienstleistungen gerne schon mal etwas übertrieben anpreist. Hier nennt man es den "Undisputed King of New York", also den unumstrittenen König New Yorks.



Am Eingang erhält man zunächst ein Ticket. Dann hat man die Wahl zwischen Restaurant mit Bedienung oder Selbstbedienung. Das heisst auf der linken Seite des Gastraumes stehen Tische, an denen man bedient wird. Auf der rechten Seite befindet sich eine lange Theke, an der man sich die gewünschten Speisen und Getränke selbst bestellt und mitnimmt. In der Mitte stehen Tische für alle, die sich für Selbstbedienung entschieden haben - also auch für mich.
 
Nun also ab zur Theke. Erste Station: Sandwich. War ja bereits klar, was ich bestellen würde, ein Pastrami-Sandwich. Frisch aufgeschnitten von der freundlichen Bedienung hinter dem Tresen hat man dann noch die Wahl, ob es mit oder ohne Senf zubereitet werden soll. Habe mich für Senf entschieden. Eine Handvoll saure Gurken dazu, das war's. Ticket vorlegen und der Preis wird eingetragen: $19,75 ohne Steuer. Nicht schlecht für ein Belegtes!
 
Zweite Station: Getränk. Draussen war es frühsommerlich warm und ich war durstig. Also eine Sprite, bitte. Haben sie leider nicht, ersatzweise gab es 7 Up, eiskalt, in der Dose, mit Strohhalm. Ticket: weitere $ 2,75.

Nun einen Tisch aussuchen, hinsetzen und erst mal Bilder machen:



Ein sehr überschaubares Arrangement mit - zugegebenerweise - sehr viel Fleisch. Gefühlte 500 Gramm, superzart und lecker. Das Brot war - für amerikanische Verhältnisse - auch nicht schlecht. Nennt sich Rye, also Roggen, kommt aber eher einem Mischbrot nahe. Zwei verschiedene Sorten saure Gurken und der bereits erwähnte Senf. Das war's. Mit der Monarchie ist es meiner Meinung nach auch nicht mehr weit her in New York!
 
Hier noch ein paar Impressionen vom Restaurant:
 



Falls jetzt jemand auf die Idee kommen sollte, dass die Bedienungsvariante die bessere Entscheidung gewesen wäre: Fehlanzeige! Dort gibt es exakt die gleichen Speisen und Getränke absolut identisch serviert. Preise habe ich nicht verglichen.
Das ganze Lokal hat in etwa soviel Atmosphäre wie eine Bahnhofshalle und ich frage mich ernsthaft, warum es in einer deutschen Fernsehsendung und auch in Reiseführern lobend erwähnt wird. Auch wenn zahlreiche Prominente oder gar US-Präsidenten bereits hier waren, entspricht Katz's Delicatessen doch nicht mehr recht den Ansprüchen der heutigen Zeit. Zugegebenerweise war das Essen lecker, jedoch SEHR fleischlastig und definitiv überteuert.
 
Gezahlt wird übrigens beim Verlassen des Lokals. Man legt sein Ticket vor, die Steuer wird addiert und gezahlt wird in bar - keine Kreditkarte! In meinem Fall dann insgesamt $ 24,50.
Ich bin überzeugt, dass man in einem der unzähligen kleineren Lokale, vielleicht auch ein oder zwei Seitenstrassen abseits der grossen Avenues und Hauptverkehrsstrassen deutlich günstiger Gleichwertiges geniessen kann.
 

Dienstag, 28. April 2015

9/11

I visited Ground Zero with a friend recently. It was not my first time. But everytime I go there I become very sad and emotional. Maybe it is my personal memory of this day. Maybe it is the relative quietness in otherwise always busy downtown Manhattan. Maybe it is all those victims names engraved in the two memorials.
 
Then we went to the 9/11 Memorial Museum.
And all of the above was multiplied: Faces are put to the victims names. Voices recorded from phone calls are added. The helplessness of the world at that day is documented.
 
Literally standing on the foundation of the former WTC 70 feet below ground level artifacts preserved after the clean-up of the site are presented. The events, observations, decisions - some wrong, some right - of 9/11 are told minute by minute. The focus is set on the persons involved: the victims, the awfully few survivors, the  decision makers elsewhere, the media and the watchers all around the globe.
 
It is a very quiet and emotional place. Sadness all about. People whispering in many different languages. No one laughing. Some crying. I was one of them.
 
Last Column


Samstag, 21. März 2015

Out of Africa - Jenseits von Afrika

I believe I know exactly what Pictures played through your minds when you read the title. Do not deny it, you saw Merryl Streep and Robert Redford all dressed in white linen, tent sides flipping in the wind, lush greens and you thought about the big four - lions, elephants, hippos, giraffes. Granted, that is what we have been taught Africa would be like.
 
My pictures of Africa are very different. I think of Military camps, peace keepers with blue helmets, refugees, poverty, hunger and violence. During my last trip to Sudan however, I had the wonderful chance to participate in the university's graduation ceremony and witness the peace pledge signed by more than 500 students. I was invited by the wonderful people to celebrate with them.




My latest trip to Uganda was a bit different though. Uganda is lush green and peaceful. I stayed at a wonderful Hotel with a pool surrounded by palm trees and shuttled back and forth to our logistics base. Evenings would find us sipping fresh juices and viewing Lake Viktoria. I have been able to wear dresses and high heels not my usual hiking boots and Khaki pants.



Now I am back home, Joerg is shoveling the first snow of spring in the driveway and Monday will see me commuting to Manhattan again, I am out of Africa but I am sure to go back and experience this strange unknown and beautiful continent. Next time, I hope to have a bit more time to explore and I will bring a white linen dress.
 
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Ich glaube genau zu wissen, welche Bilder beim Lesen des Titels durch eure Köpfe flimmern. Streitet es nicht ab, ihr habt Merryl Streep und Robert Redford gesehen, ganz in weissem Leinen, Zeltplanen, die sich sanft im Wind bewegen, grüne fruchtbare Landschaften und ihr habt an die grossen Vier gedacht – Löwen, Elefanten, Nilpferde und Giraffen.  Akzepziert, so hat man uns Afrika immer dargestellt.

Meine eigenen Bilder von Afrika sind anders. I denke an Militärlager, Blauhelme, Flüchtlige, Armut, Hunger und Gewalt. Während meiner letzten Reise in den Sudan aber bekam ich die einzigartige Chance an der Abschlussfeier der Universität und dem Friedenseid teilzunehmen, den dort jährlich mehr als 500 Studenten leisten. Ich war eingeladen mit den wundervollen Menschen in Darfur zu feiern.

Meine letzte Reise führte mich nach Uganda. Uganda wo die Quelle des Nils liegt und der Viktoria See eine fruchtbare grüne Landschaft schafft. Uganda ist auch friedlich. Ich übernachtete in einem wunderbaren Hotel mit Pool und Palmen, nutzte ein Shuttle für den täglichen Weg zu unserem Logistik Standort. Am Abend schlürften wir genussvoll frische Obstsäfte auf der Terrasse und betrachteten den riesigen See. Ich konnte meine üblichen Khakihosen und Wanderschuhe gegen Sommerkleider und hohe Schuhe tauschen.

Jetzt bin ich wieder zuhause, Joerg schaufelt den ersten Schnee des Frühlings aus der Garagenauffahrt und am Montag pendele ich wieder nach Manhattan. Ich bin jenseits von Afrika aber ich reise bestimmt bald wieder hin und erlegen diesen fremden unbekannten und wundersamen Kontinent. Beim nächsten Mal, so hoffe ich, werde ich auch ein bisschen mehr Zeit zum entdecken haben und ich nehmen ein weisses Leinenkleid mit.
 
 


Donnerstag, 5. März 2015

One Month Later - Einen Monat später




  
 
One month since the last post - sorry for that! But as you can see, not very much happened since then.
Snow is piling up, icicles are growing and nature is frozen solid. The coldest February since 111 years has been recorded in southwestern Connecticut.
I just finished cleaning the driveway as I am writing this post. And guess what? It's snowing again!!!
 
Ein Monat seit dem letzten post - 'tschuldigung! Aber wie Ihr seht ist nicht viel passiert seit dem. Der Schnee häuft sich an, die Eiszapfen wachsen und die Natur ist fest eingefroren. Es wurde der kälteste Februar seit 111 Jahren im südwestlichen Connecticut notiert.
Ich habe gerade die Einfahrt geräumt, als ich diesen post schreibe. Und ratet mal? Es schneit schon wieder!!!